{"id":870,"date":"2016-07-22T13:11:09","date_gmt":"2016-07-22T11:11:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/?p=870"},"modified":"2017-01-16T15:36:48","modified_gmt":"2017-01-16T13:36:48","slug":"der-lange-marsch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/?p=870","title":{"rendered":"Der lange Marsch \u2013 Rafael Chirbes"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-873 size-medium alignleft\" src=\"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/K1024_Der-lange-Marsch-205x300.jpg\" alt=\"K1024_Der lange Marsch\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/K1024_Der-lange-Marsch-205x300.jpg 205w, http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/K1024_Der-lange-Marsch.jpg 768w, http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/K1024_Der-lange-Marsch-700x1024.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/p>\n<p><strong>Verlag Antje Kunstmann 1998\u00a0 | 320 Seiten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt; Ein langer Marsch von zwei Generationen durch die Nachkriegszeit (in Spanien beginnt sie im April 1939) bis in die siebziger Jahre, als der antifranquistische Widerstand insbesondere an den Universit\u00e4ten intensiver wird.<br \/>\nSechs \u00fcber die iberische Halbinsel zerstreute Familien aus unterschiedlichen sozialen Schichten werden in kleinen Kapiteln vorgestellt. Meist k\u00e4mpfen sie ums \u00dcberleben als Tagel\u00f6hner, Stra\u00dfenh\u00e4ndler oder Schuhputzer,\u00a0 aber auch eine Gro\u00dfgrundbesitzerin aus der Estremadura\u00a0\u00a0 \u201emarschiert\u201c mit. Der Roman k\u00f6nnte auch \u201eSieger und Besiegte\u201c oder \u201eVater und S\u00f6hne\u201c hei\u00dfen, wenn die Titel nicht schon, Sie wissen ja was. Chirbes schildert keine gro\u00dfen Heldentaten, er beschreibt Gef\u00fchle, Abschiede, Erfahrungen auf dem Hintergrund von Familiengeschichten. Die Protagonisten standen mehrheitlich auf Seiten der Republik und haben sich jetzt auf unterschiedliche Weise arrangiert.<br \/>\nDie vielen F\u00e4den aus dem ersten Teil des Romans vernetzen sich nach und nach in den 1960\/70er Jahren in Madrid, wo die die Kinder am Aufbruch der europ\u00e4ischen Jugend teilnehmen. Dabei werden Gr\u00e4ben zwischen den Generationen sichtbar. Die j\u00fcngere Generation riskiert mehr und einige landen in den Folterkellern der Geheimpolizei an der Puerta del Sol.<br \/>\nDer Roman hatte, Reich-Ranicki sei&#8217;s gedankt, in Deutschland mehr Erfolg als in Spanien. Vielleicht h\u00e4ngt dies aber auch damit zusammen, dass die Bereitschaft sich mit der Franco-Diktatur auseinanderzusetzen in Spanien -\u00e4hnlich wie in Chile- nicht sehr ausgepr\u00e4gt war und ist. <strong>Note:1\/2<\/strong> ( ax) &lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt; In kurzen Kapiteln nebeneinander gesetzt gro\u00dfartig erz\u00e4hlte Geschichten von Familien unterschiedlichster Milieus w\u00e4hrend des Francoregimes. Verwerfungen infolge des B\u00fcrgerkriegs, Gewinner und Verlierer, die lauernde Allgegenwart der Guardia Civil. In wenigen Bildern werden Landschaften lebendig, ein galizisches Dorf, die Estramadura, beide eher Heimat und Geborgenheit im Gegensatz zu Salamanca oder Madrid, Schaupl\u00e4tze eher des Unbehausten, des Fremden, aber auch des Aufbegehrens einer jungen Generation. Nicht die wenigen Erfolgsgeschichten des Gro\u00dfb\u00fcrgertums, durch Anpassung erm\u00f6glicht (Sesena und Beleta Clan) sind erw\u00e4hnenswert, sondern die menschlichen Trag\u00f6dien. Der \u201ezivile Tod\u201c des einst brillanten Chirurgen Don Vicente Tabarca, das Schicksal Pedro del Morals mit seinen so unterschiedlichen S\u00f6hnen, die Familie Jos\u00e9 Pulidos, deren \u00dcberleben einzig die \u201eB\u00e4cker-L\u00f6sung\u201c sichert \u2013 drei Beispiele nur, die ber\u00fchren und zeigen, dass dieser Autor ganz sensibel einen Einblick in Seelenzust\u00e4nde zu geben vermag, die fesseln. Mit der Generation der Kinder werden die zun\u00e4chst eher disparaten Geschichten im zweiten Teil des Romans zusammengef\u00fcgt. Dass dabei au\u00dfer der proletarischen Variante Gregorio die Kinder aller sozialen Milieus sich in der \u201eAlternativa Comunista\u201c unter dem Banner Intellektualit\u00e4t und Rebellentum zusammenfinden, wirkt doch sehr konstruiert. \u00dcberzeugender als der politische Aktionismus der jungen Generation, es f\u00e4llt zuweilen schwer das zunehmende Figurenarsenal zuzuordnen, ist die Empathie mit der der Erz\u00e4hler etwa die Entwicklung Jos\u00e9 Luis beschreibt: die Vaterbindung, das Internat als Ausweg und tiefste Erniedrigung zugleich, die Bedeutung von M\u00e4nnerfreundschaft, erotische Zerrissenheit, Eifersucht, Politisierung, existentialistischer Lebensentwurf und daneben die Bruder Angelgeschichte als gescheitertes tragisches Gegenmodell.\u00a0 \u00dcberzeugend auch die Entwicklung der Vater-Tochter Beziehung Don Vicentes zu Helena. Der \u00fcberlebende Rebell, seine \u00c4ngste um die Gef\u00e4hrdung der aufbegehrenden Tochter, die B\u00fccherverbrennung als Verzweiflungsakt. Auch er kann den langen Marsch, der in den Gef\u00e4ngnissen des Franco-Regimes endet, nicht aufhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bed\u00fcrfte es eines Beweises, dass Chirbes ein gro\u00dfer Erz\u00e4hler ist, ich w\u00e4hlte eine nur drei Seiten lange Episode, die einzigartig ist: Die Geschichte des angefahrenen Hundes. <strong>Note: 2<\/strong> (ai)&lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt; Im ersten Kapitel \u201eDas Ebro-Heer\u201c stellt Rafael Chirbes in 25 wunderbaren, kleinen Geschichten seine Protagonisten vor. Menschen aus der Provinz, der Extremadura oder aus Galizien. Raul Vidal etwa, den Lokf\u00fchrer aus Bovia, der mit fast 50 noch unerwartet einen Sohn bekommt und seine beiden S\u00f6hne schlie\u00dflich allein gro\u00dfziehen muss, das seine Frau bei der Geburt des letzten Sohnes stirbt. Raul Vidal war wie sein Bruder Antonio bei den Republikanern und beide sa\u00dfen nach dem Krieg deshalb im Gef\u00e4ngnis. Antonio sehr viel l\u00e4nger als sein Bruder, der ihn in dieser Zeit im Gef\u00e4ngnis unterst\u00fctzt und \u00fcber Wasser h\u00e4lt. Nach der Haftentlassung schl\u00e4gt sich Antonio sehr rasch auf die andere Seite zu den Falangisten, was zur Entfremdung mit seinem Bruder Raul f\u00fchrt. Antonio heiratet sogar in eine einflussreiche, stramm francistische Familie hinein und stellt so ein Musterbeispiel eines opportunistischen\u00a0 Empork\u00f6mmlings dar, w\u00e4hrend Raul Vidal seiner Gesinnung treu bliebt und so in seinem kargen Leben verharren muss.<br \/>\nOder die gro\u00dfartige Geschichte des Schuhputzers Pedro del Moral aus Salamanca mit seinen beiden ungleichen S\u00f6hnen Angel und Joe Louis,\u00a0 der an die Kraft der Namen glaubt. Pedro kehrt nach dem Krieg als Sieger zur\u00fcck mit Empfehlungsschreiben und dem Versprechen seiner Vorgesetzten, eine wundervolle Nachkriegszeit zu erleben. Voller Hoffnung zieht er mit seiner Familie auf der Suche nach einem besseren Leben aus Fuentes de Esteban nach Salamanca und muss dort ern\u00fcchtert feststellen, dass er nur einer unter vielen ist, die mit den gleichen oder besseren Beziehungen das gleiche wollen. Die B\u00fcrde seiner b\u00e4uerlichen Herkunft wird ihm schmerzlich bewusst und so tr\u00e4umt er sich in eine gl\u00e4nzende Zukunft f\u00fcr seinen Sohn Angel als Boxer. Sehr ber\u00fchrend auch das Schicksal seines empfindsamen Bruder Joe Louis, der im Internat unmenschlich gedem\u00fctigt wird und sich sp\u00e4ter im Studium in Madrid in seinen Kommilitonen Raul verliebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die F\u00fclle der Namen in den Geschichten erschwert den Zugang etwas, zumal die S\u00f6hne oft die gleichen Namen tragen wie die V\u00e4ter. Nach und nach verschr\u00e4nken sich die Geschichten um im zweiten Kapitel \u201e Die junge Garde\u201c schlie\u00dflich zusammenzulaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chirbes ist ein gro\u00dfartiges Gem\u00e4lde der spanischen Nachkriegsgesellschaft mit vielen kleinen Pinselstrichen gelungen, das von Entt\u00e4uschungen, Verrat, Liebe und Hoffnungen erz\u00e4hlt und die vielen Wunden und die Spaltung offenlegt, die der spanische B\u00fcrgerkrieg verursacht hat und dessen Folgen bis heute wenig aufgearbeitet sind. <strong>Note: 1\/2<\/strong> (\u00fcn) &lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0&gt;&gt; Chirbes schickt ein <em>Ebro-Heer<\/em> vielgestaltiger Unbekannter aus allen Teilen des l\u00e4ndlichen Spaniens auf einen langen literarischen Marsch, dessen Ende der Leser mit der <em>Jungen Garde<\/em> eine Generation sp\u00e4ter in der Metropole Madrid erlebt. Sternf\u00f6rming konvergieren Schicksale, Lebensanschauungen, \u00dcberzeugungen von Eltern und m\u00fcnden im politisch aufgeheizten studentischem Milieu der S\u00f6hne und T\u00f6chter. Allen gemeinsam sind Verlust von Gut und Gegenwart. Unvollendete Identit\u00e4tsfindungen \u00fcberschatten das grelle Licht der rissigen Sierra. Es ist der lange Marsch auf der Suche nach den besseren Standpunkten \u2013 f\u00fcr sich selbst und die gespaltene Gesellschaft. Am Ende jedoch l\u00e4sst Chirbes das verzweifelte Stampfen der F\u00fcsse in den Folterkellern des um sich schlagenden Franco-Regimes verhallen: \u201eDrinnen herrschte die Ewigkeit, die nach dem Augenblick kam, der vergangen war.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Autor verzichtet darauf die Entwicklung des Landes unmittelbar zu beschreiben. Stattdessen bedient er sich der verwirrenden Un\u00fcbersichtlichkeit von 30 Charakteren, die nicht nur ihre Geschichten leben, sondern kollektiv Geschichte schreiben. In einer langen Kette reiht der Autor tragische, tragikomische und triviale Lebensmomente aneinander, die aus gesellschaftlichen und ganz pers\u00f6nlichen Quellen der Protagonisten gespeist werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bedr\u00fcckend die tiefgr\u00fcndige Qual des Don Vicente Tabarca. Einst angesehener Mediziner, als Linksintellektueller von Falangisten entm\u00fcndigt, zum Tode verurteilt, begnadigt und in die Namenlosigkeit entlassen. Jeder Autoscheinwerfer erweckt die Grauen der Erinnerung. Ger\u00fcche mahnen an den Gestank von in Viehwaggons eingepferchten Menschen, die \u00f6ffentlich ihre Notdurft verrichten m\u00fcssen. Es w\u00e4re f\u00fcr ihn w\u00fcrdevoller, zerfetzt hinter Barrikaden zu verbluten als seines Ichs beraubt zu sein. Nichts erscheint ihm schmerzvoller als in der W\u00fcrdelosigkeit zu versinken.<br \/>\nEine ganz andere Erniedrigung erlebt Jos\u00e9 Pulido, dessen n\u00e4chtlicher Esskastanien-Schmuggel nicht ausreicht, die Familie zu ern\u00e4hren. In der qu\u00e4lenden Not muss er in den Abendstunden die kleinen S\u00f6hne fortschicken, damit ihre Mutter sich der Geilheit des B\u00e4ckers unbemerkt opfern kann. Ihre offenen Brotrechnungen, die sie weder lesen noch bezahlen k\u00f6nnen, werden angeblich immer h\u00f6her. Erst Jahre sp\u00e4ter offenbaren sich dem Sohn Gregorio die bitteren Hintergr\u00fcnde, warum ihm ewig der <em>B\u00e4ckerling<\/em> anhing.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Schuhputzer Pedro del Moral, ein Bekenner zu Hygiene und Glanz, lebt eine ausgepr\u00e4gte Arbeitsethik. Selbst der Kindsbetttod seiner Frau kann den Strom seiner Hoffnung nicht tr\u00fcben, mit der er fortan den zarten Sohn Jos\u00e9 Luis umsorgt. Seine Selbstachtung wird erst br\u00fcchig, als er willenlos den Anordnungen des Sergeanten folgt, eine Greisin und ihre Enkelin kahl zu scheren, um sie als angebliche Huren zu brandmarken. Weil er die F\u00e4uste nicht erhebt, werden die Schl\u00e4ge, die sein \u00e4ltester Sohn Angel als Amateurboxer austeilt, auch seine. Doch der Sohn will mit dem Vater nicht teilen. So ist es kein Zufall, dass der Vater sich beim ersten gro\u00dfen Sieg seines Sohnes allein betrinkt und erst wieder erwacht, nachdem ihm im Suff ein Zug die Beine abgefahren hat.<br \/>\nDie Kinder dieser Eltern folgen dem verhei\u00dfungsvollen Ruf der Zeit ins Zentrum aller Dinge nach Madrid: Lehrling, Student, Agitationsf\u00fchrer, Liebhaber, Schwindler, Verwandlungsk\u00fcnstler, Schwuler, Wohngemeinschaftsanw\u00e4rter, Freundschafts-verr\u00e4ter, Geheimb\u00fcndler, Weltverbesserer, Entt\u00e4uschter und grenzenlose Optimisten. Die Trampelpfade und Prachtalleen vieler Schicksalswege kreuzen und verlieren sich. Die <em>Junge Garde <\/em>formiert sich mit neuen Lebensentw\u00fcrfen. Ein Teil versteht sich im politischen Zusammenhang, sympathisiert mit sozialistischen Idealen, organisiert sich im Verborgenen oder agitiert offen vor Fabriktoren. Doch die Schergen der Franco-Diktatur bringen sie ausnahmslos zum Schweigen. Letztlich zeichnet Chirbes das hoffnungslose Bild eines Landes, welches in Willk\u00fcr und Lethargie erstarrt.<br \/>\nDennoch pulst in dem Werk der n\u00e4hrende Blutstrom eines vitalen Organismus, reihen sich poetische Passagen an h\u00e4ssliche Wahrheiten, \u00fcberraschen Wendungen, nachdem ein Kapitel bereits abgeschlossen schien. Eindr\u00fcckliche Beispiele reiht Chirbes\u2018 feinsinnige Fantasie in literarischer Gro\u00dfz\u00fcgigkeit aneinander. Im Kapitel \u00fcber das traumatische Internatsleben beschreibt er die uns\u00e4glichen Qualen, die den zarten Jos\u00e9 Luis zerfransen. Auf dem H\u00f6hepunkt l\u00e4sst der Leiter Jos\u00e9 Luis seinen abgefangenen Verzweiflungsbrief an den Vater \u00fcber Mikrofon allen Sch\u00fclern vorlesen \u2013 nicht ohne die S\u00e4tze br\u00fcllend zu unterbrechen und ihn der L\u00fcge zu bezichtigen. Auch hier schafft Chirbes die verbl\u00fcffende Umkehr, als er am Ende des Kapitels den unerwarteten Ursprung der Tyrannei in einem einzigen Satz formuliert: \u201e \u2026warum willst du mich nie um Verzeihung bitten?\u201c, wimmert der Direktor, w\u00e4hrend er den Kopf des Jungen an seinen Hals dr\u00fcckt. Auch er ein Verlorener, ein krankhaft Verarmter, dem nicht nur die menschliche N\u00e4he fehlt, sondern dem auch die Werkzeuge abhanden gekommen sind, um sich aus dem Kokon der Einsamkeit zu befreien.<br \/>\nDer Autor wirft den erfahrenen Blick in die Abgr\u00fcnde und Lichtungen menschlicher Beziehungen, leuchtet die Ver\u00e4stelungen der Seele aus und kontrastiert die bedeutungslose Wichtigkeit f\u00fcr den einen und die wichtige Bedeutungslosigkeit derselben Sache f\u00fcr den anderen. Gro\u00dfartig ist auch, Chirbes zu erleben, wie er den Mikrokosmos des Banalen mit dem Makrokosmos der gesellschaftlichen Epoche verwebt. Unverstanden bleibt allerdings, warum das Werk durch einen \u00fcberladenen Facettenreichtum verarmen musste. Hier w\u00e4re deutlich weniger erheblich mehr gewesen. F\u00fcr den Neubeginn beim Lesen wird deshalb in jedem Fall Bleistift, Papier und ein erhellendes Organigramm empfohlen. 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