{"id":753,"date":"2015-09-04T11:04:49","date_gmt":"2015-09-04T09:04:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/?p=753"},"modified":"2018-12-11T13:03:16","modified_gmt":"2018-12-11T11:03:16","slug":"alles-ist-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/?p=753","title":{"rendered":"Alles ist jetzt &#8211; Julia Wolf"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/lq.kunstundwohnen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/K640_alles_ist_jetzt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-755\" src=\"http:\/\/lq.kunstundwohnen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/K640_alles_ist_jetzt-195x300.jpg\" alt=\"K640_alles_ist_jetzt\" width=\"195\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/K640_alles_ist_jetzt-195x300.jpg 195w, http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/K640_alles_ist_jetzt.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><\/a><strong>Frankfurter Verlagsanstalt 2015 |\u00a0 159 Seiten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0&gt;&gt; Wenn alles jetzt ist, ist es besonders intensiv und g\u00e4nzlich auf einen Punkt bezogen. Oder eben nicht und stattdessen ohne Bezug zum Zuvor und dem Danach. Oder aber beides. Wenn es intensiv ist und jeden aufeinanderfolgenden Punkt verdichtet, k\u00f6nnte eine durchgehende Reichhaltigkeit von Leben folgen. Julia Wolf skizziert in Ihrem Deb\u00fctroman das Gegenteil. <em>Alles ist jetzt<\/em> ist die unruhige Leere, in der die Bez\u00fcge zu Vergangenheit und Zukunft sich verfl\u00fcchtigen. Die Folge ist eine amputierte Gegenwart, ein ausgemergeltes Moment-Bewusstsein, mit dem sich ihre Protagonistin Ingrid durch \u00dcberlebenstage qu\u00e4lt. Je l\u00e4nger dieser Zustand anh\u00e4lt, desto k\u00fcrzer erscheint die Abfolge, desto mehr versickert schon gewesene Zeit. Die Inversion des Geschehens. Wie ein in sich kollabierendes Schwarzes Loch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ingrid ist das kleine, verhuschte Wesen, das unter dem Tisch einschl\u00e4ft und vom Bruder Gordan ins Bett getragen wird. Ingrid ist die unnahbare Sch\u00fclerin. Ingrid ist die Tochter sie vernachl\u00e4ssigender Eltern. Ingrid ist die 15-J\u00e4hrige, f\u00fcr die der Begriff Sperma einen feuchten Sinn ergibt. Ingrid ist leer. Ingrid ist die ungl\u00fccklich Verliebte. Ingrid ist die ins Bodenlose st\u00fcrzende Heimkehrerin. Ingrid ist ohne jeden Plan. Ingrid wird aufgenommen von der fremden Jenny, die Liebe mit ihr teilt. Ingrid ist die Kellnerin in einer Live-Sex Bar. Ingrids Reserven reichen nur um momenteweise bei Bewusstsein zu sein. Ingrid f\u00e4llt schlafend vom Sitz. Die unter Drogen vergewaltigte Ingrid wird vermarktet. Ingrid kokst. Irgendwie kommt Ingrid nach New York und h\u00e4lt unter der Freiheitsstatue einen Schirm in die H\u00f6he. Oder ist das nur ein unerf\u00fcllter Wunsch? Und ist auch das egal?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Familie lebte in b\u00fcrgerlichen Verh\u00e4ltnissen. Das Haus war gr\u00f6\u00dfer als andere, das Schwimmbad blieb ein Betonsarkophag. Der Ehemann verlie\u00df vorzeitig die Familie. Die Ehefrau schwankte und st\u00fcrzte zwischen M\u00e4nnern, Hochprozentigem und Selbstaufgabe. Einmal st\u00fcrzte sie direkt in das kleine Gesicht von Ingrid. Ingrid hasste sie. Die Mutter starb fr\u00fch und ganz f\u00fcr sich. Der Vater war verzweifelt, weil auch der spielende Wal in Florida seine kleine Ingrid v\u00f6llig unber\u00fchrt lie\u00df. Ein blasses Jahresendritual mit gelben Nelken und einem Euroschein war der bleibende Rest der Vater-Tochter Beziehung. Bruder und Schwester waren einander warm und w\u00e4rmten sich auch als Erwachsene noch unter einer Fernsehdecke. Doch der Bruder zerrann wie Mutter und Schwester im Rauschzustand. Gelegentlich bescherte ihm die durchkicherte Traumwelt eine zu Hackfleisch zertr\u00fcmmerte Fresse. Das waren Verrechnungseinheiten unter Dealern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Leser schmerzt die zerrinnende Farblosigkeit vor Augen zu haben. Der Geruch von Katzenkot vor dem K\u00fchlschrank, diese Welt von Erbrochenem, von bet\u00e4ubter Gewalt, eindringende Geschlechtsorgane von vorne, von hinten, schon vergessen, alles ausmachend und v\u00f6llig bedeutungslos. <em>\u201eKathi steckt sich den Fu\u00df in die M\u00f6se, und zwar den linken. Was das soll? Nichts. Sie macht es, weil sie es kann\u2026 Den M\u00e4nnern tropft das Gr\u00f6len vom Kinn.\u201c<\/em> Die Autorin schafft mit ihrer parataktischen Inszenierung und Formgebung das Schwarze Loch zu f\u00fcllen. Das ist nicht appetitlich aber gekonnt. Vielleicht formiert sich mit Julia Wolf ein neues Gravitationsfeld im literarischen All.<br \/>\n<strong>Note<\/strong>: 2\u2013 (ur) &lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt; <em>Ingrid holt Luft, reckt den Kopf, sie richtet sich auf. Legt wie die mintfarbene Frau die linke Hand vor die Brust, streckt die rechte samt Regenschirm in die H\u00f6he<\/em>. Das M\u00e4dchen steht lange, fast zu lange. Mit der Letzten dann doch zur\u00fcck in die Schluchten. Die Mintfarbene verschwimmt, der Regenschirm vergessen an der Reling. Ein gelbes Auto verschluckt Ingrid. Ingrid \u00fcberlegt. Sie fingert in der Handtasche. B\u00fcrste, Stadtplan, Brillenetui, Tampons, Lippenstift. Sie sp\u00fcrt die abgegriffene Geldb\u00f6rse, liegengeblieben auf dem Tresen, zwei Kinderbilder eine Kreditkarte einer australischen Bank, ein Paar Dollarscheine. Graziella meint, wart einige Tage, vermutlich kommt der aber nicht wieder. Er kommt auch nicht wieder . Jetzt geh\u00f6rt Ingrid die Geldb\u00f6rse, noch gef\u00fcllt, aber wie lange w\u00fcrden die Nullen reichen? Jeder Schein auch ein St\u00fcck Abgrund, Olgas Plastik- fingern\u00e4gel in Ingrids Nacken. Die Tage ja Wochen dieses Zimmer ohne Fenster. Ja, das M\u00e4dchen ist gen\u00fcgsam. Der Umschlag im Rahmen hat sie hierher gef\u00fchrt. Jetzt sitzt sie im Taxi. Kein Sommer zu dritt. Ein Sommer allein in dieser Stadt. Gemeinsam &#8211; hat Jenny gehofft. Keine Limetten, keine riesige rosa Schleife, kein hereinplatzender Gorhan. Das Hotel, das sie kennt, gibt den Blick frei auf den Hudson. Eng umschlungen, die Zunge ein nichtendendes Spiel ungest\u00f6rt. Jenny h\u00e4tte Ingrid ganz f\u00fcr sich. Ingrid wei\u00df nichts von Jenny. Auch kein Jenny Mobile. Im Posteingang nur die Nachbarin. Gabi ist tot. F\u00fcr einen winzigen Moment kreuzt Ingrids Blick das fahrende Augenpaar im Innenspiegel. Nein, das konnte nicht sein. Ihr K\u00f6rper verspannt sich, sie sp\u00fcrt einen Stich, sie ist hier. Wissen kann das niemand. Das Augenpaar wird Gesicht. Nein, keine Hackfresse. Er liegt ja nicht b\u00e4uchlings, kein Blut. Nur Schnitte \u00fcber den Augenbrauen. Reste von verklebtem Pflaster. Er h\u00e4tte nachgeben sollen, es w\u00e4re eigentlich ein Leichtes gewesen, der Verlust \u00fcberschaubar, h\u00f6rt Ingrid. Das Messer ist schneller als das Wechselgeld. Ob er auch die helfende Hand eines Schwesterchens hat? Sie werden Gordon zusammengeflickt haben. Da gibts ja nichts zu verwechseln. Es ist ja nicht der Zeh. Schon Wochen und kein Gedanke ans Br\u00fcderchen und dann ein verst\u00f6render Innenspiegel. Da ist er wieder, da sind sie wieder die abgelegten Bilder. Drau\u00dfen vorbei am Park. Ein Jogger hauteng und verkabelt. Was sieht der? Kein kunstseidenes M\u00e4dchen, eine fl\u00fcchtige Silhouette hinter einem geschlossenen Wagenfenster. Wer dahinter lebt, davon wei\u00df er nichts. Wozu auch. Sie wird an der \u00fcbern\u00e4chsten Kreuzung aussteigen, warum gerade da, wei\u00df sie nicht. Sie hat kein Ziel und gerade das tut jetzt gut. Die Stadt atmet aus Sch\u00e4chten. Ingrids T-shirt klebt an den Br\u00fcsten. An den Abg\u00e4ngen zur Subway entgegen- gestreckte Becher geldgierig. Sie wird wie immer bei Dehlis an der Ecke vorbeischauen, heute ein koscheres Sandwitch mit Salat aufs Flie\u00dfband stellen, ein Budweiser aus der K\u00fchltheke holen. Hier hat sie sich an dry beer gew\u00f6hnt, Kinderkrams w\u00fcrde Gorhan h\u00f6hnen, dann kannst du ja auch gleich Brausepulver in die T\u00fctchen packen. Ingrid an einem Stehtisch mit Blick nach drau\u00dfen. An der Decke ein \u00fcberm\u00e4chtiger Propeller surrt frische Luft, trotzdem Schwei\u00dftropfen. Das Taschentuch trocknet. Beim Entfalten flattert auf den Boden ein Streifen Papier. Das F\u00e4hrticket nach Long Island. Die Mintfarbene darauf zusammengeschnurrt auf Briefmarkenformat, hochgereckt oder abgewinkelt nicht zu erkennen, nur noch eine leichte Ahnung, aber doch ein Hauch Hoffnung, dass Ingrid auch dann noch jetzt ist, wenn das Zur\u00fcck irgendwann unausweichlich ist.<br \/>\n<strong>Note<\/strong>: 2 (ai) &lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt; Vier erfahrene Leser werden sich nach der Lekt\u00fcre nicht \u00fcber die Zeitstruktur des Romans einig, auch das zweimalige Lesen bringt keine Klarheit. Nun kann man zu Recht bei einem Titel wie \u201eAlles ist jetzt\u201c einwenden, gerade die Aufhebung der Zeit sei wesentlich f\u00fcr die Absicht der Autorin bei diesem durchg\u00e4ngig im Pr\u00e4sens geschriebenen Erstling. Trotzdem bleibt die M\u00fche beim Lesen, beim Sortieren des Vorher und Nachher im Leben von Ingrid, dem \u201eM\u00e4dchen\u201c. Der Vater hat die anfangs gutsituierte Familie fr\u00fch verlassen, die Mutter ist alkoholkrank, der Bruder ein Luftikus und kleiner Dealer. Das ist kein wirklich origineller Plot. Dass die seltsam sprachlose, introvertierte Ingrid am Ende schlie\u00dflich in einer Live-Sex-Bar in Frankfurt arbeitet und in einer lesbischen Beziehung lebt, auch nicht. Eine St\u00e4rke des Buches liegt eher im experimentellen Umgang mit Sprache. Es gibt sehr gelungene Szenen, wie die, als der bildungsbeflissene Buchh\u00e4ndler Gerald, eine neuer Freund der Mutter, ein Auge auf die Tochter wirft und Ingrid ihn und die Situation um die anfangs noch Schnittchen servierende, sp\u00e4ter in den Suff abst\u00fcrzende Mutter, k\u00fchl analysiert. Dass Ingrid ihre Mutter hasst, nachvollziehbar. Auch die erloschene Beziehung zum Vater, gut erz\u00e4hlt. Weniger gelungen dagegen die Milieustudie in der Bar, mit klischeehaft besetztem Personal und einer bizarren, finalen Vergewaltigungsszene auf offener B\u00fchne. Dass diese Erniedrigung Ingrids nun der Beginn ihrer Befreiung sein soll, \u00fcberzeugt ebenso wenig, wie der Schluss in New York, wo das Bild mit der Freiheitsstatue und Ingrid reichlich danebengeht. <strong>Note:<\/strong> 3+ (\u00fcn) &lt;&lt;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt;Lekt\u00fcre. Anstrengend. So schreibt die junge Autorin nicht durchg\u00e4ngig, aber relativ oft. Manchmal k\u00f6nnte man meinen, ein Kind beobachte die Welt durch das Display einer Kamera: Baum. Laternenpfahl. Parataxe. Dokumentarisch. Sparsame Verwendung von Verben und Konjunktionen. Sollen dadurch die problematischen Seelenzust\u00e4nde der Protagonisten\/innen ihre formale Korrespondenz finden ? Oder liegt es daran, dass Julia Wolf bislang vor allem H\u00f6rspiele geschrieben hat? Tats\u00e4chlich kommen die S\u00e4tze laut vorgelesen besser r\u00fcber. Oder ist es schlichte manieristische, geschm\u00e4cklerische Sprachzerhackung? Beim nouveau roman abgeschaut? Berufenere m\u00f6gen es entscheiden.Ingrid, 18 geworden, hatte immer Pech mit ihren Eltern. Mehr als Pech. Mutter trinkt, Vater haut ab, Bruder kifft (\u201eT\u00fcte\u201c). Und eine Schw\u00e4che f\u00fcr Blondinen (\u201eTussis\u201c), die angeblich immer ihre Handtaschen schwenken. Muss ich mal drauf achten. Sohn schl\u00e4gt Vater. Mittelschichtverwahrlosung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beziehung mit Jungarzt. Ausgenutzt. Abtreibung. Tankstellenjob. 438 Mark gespart. Flucht in die Stadt. Barkeeperin Nachtclub. Von hinten f\u00fcr viel Geld penetriert. Es schneit. Mutter stirbt. Selbstreflexion Fehlanzeige. Lethargie, Phlegma. Apathie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ort der Handlung: oft gekachelte R\u00e4ume, weil viel gekotzt wird. Sogar Nelken. Ins Waschbecken. F\u00fcnfmal \u201eArsch\u201c und \u201eSchei\u00df\u201c auf einer Seite (Seite 31), eine Verdichtung sozusagen. Ganz im Ernst, ich w\u00fcnsche Ingrid von Herzen alles Gute, einen Platz in einer soliden Selbsthilfegruppe oder einen guten Psychologen. Der Vater h\u00e4tte viel gut zu machen. Aber das w\u00e4re ein neues Buch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Autorin antwortet auf neugierige Leserfragen ausf\u00fchrlich. Das findet man eher selten und das macht sie sympathisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8212;&#8212;&#8211; Weitergeleitete Nachricht &#8212;&#8212;&#8211;<\/em><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr style=\"text-align: justify;\">\n<td width=\"58\"><em>Betreff:<\/em><\/td>\n<td width=\"220\"><em>Ihre Email<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"58\"><em>Datum:<\/em><\/td>\n<td width=\"220\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Thu, 10 Sep 2015 08:36:43 +0200<\/em><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"58\"><em>Von:<\/em><\/td>\n<td width=\"220\"><em>juliawolf@posteo.de<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"58\"><em>An:<\/em><\/td>\n<td width=\"220\"><em>mili.steinacher@gmx.de<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Lieber Herr Steinacher &#8211;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>haben Sie vielen Dank f\u00fcr Ihre Email, die mir meine Agentur weitergeleitet hat. Ich freue mich, dass Sie mein Buch mit Ihrem Quartett gelesen haben und dass es Sie beeindruckt hat! Zu Ihren Fragen: Die Freiheit, um die es da geht am Ende des Buches, nach der Vergewaltigung, besteht in einer Art Tabula Rasa. Auf ihrer emotionalen Talfahrt ist Ingrid ganz unten angelangt und in diesem Zustand liegt eben auch etwas befreiendes &#8211; sie kann, erst einmal, alles hinter sich lassen. Au\u00dferdem ist es ja Olga, die zu Ingrid sagt, jetzt sei sie frei &#8211; und aus Olgas Sicht hat Ingrid das getan, was sie von ihr gefordert haben, jetzt kann sie gehen und ist deswegen frei. Dieser Freiheitsbegriff ist nat\u00fcrlich ein h\u00f6chst ambibvalenter. Das zeigt sich ja auch am Ende, wenn Ingrid vor der Freiheitstatue steht &#8211; das ist eine starke Geste, die sie da vollzieht, aber eben nur eine Geste. Was wird danach kommen?<br \/>\nWie alt Ingrid ist, kommt ein wenig darauf an, in welchem Jahr man die Jetztzeit anlegt und wie lange die Berlin Episode zur\u00fcckliegt, Ingrid also schon mit Jenny zusammen ist und im Klub arbeitet&#8230; Meiner Zeitrechnung nach spielt die Jetztzeit um den Dreh 2005 und Ingrid ist Mitte Zwanzig.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe<\/em><\/p>\n<p><em>Julia Wolf<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Lesegruppe entwickelt ein Faible f\u00fcr borderlinige Charaktere. Nach \u201eHart auf Hart\u201c (T. C. Boyle) das zweite Buch in Folge \u00fcber Menschen, die es sehr sehr schwer haben. Opfer der Familienstruktur, der Gesellschaft. In Deutschland oder USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich danke meinen lieben Lesefreunden, dass wir als n\u00e4chstes Buch \u201eWer den Wind s\u00e4t. Was die westliche Politik im Orient anrichtet\u201c (Michael L\u00fcders) lesen werden.<br \/>\n<strong>Note:<\/strong> 3+(ax)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurter Verlagsanstalt 2015 |\u00a0 159 Seiten. \u00a0&gt;&gt; Wenn alles jetzt ist, ist es besonders intensiv und g\u00e4nzlich auf einen Punkt bezogen. Oder eben nicht und stattdessen ohne Bezug zum Zuvor und dem Danach. Oder aber beides. 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