{"id":439,"date":"2011-12-16T16:34:52","date_gmt":"2011-12-16T14:34:52","guid":{"rendered":"http:\/\/lq.kunstundwohnen.de\/wordpress\/?p=439"},"modified":"2023-11-22T19:07:08","modified_gmt":"2023-11-22T17:07:08","slug":"joseph-conrad-herz-der-finsternis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/?p=439","title":{"rendered":"Herz der Finsternis- Joseph Conrad"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/lq.kunstundwohnen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/K640_Herz_der_Finsternis.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-444\" src=\"http:\/\/lq.kunstundwohnen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/K640_Herz_der_Finsternis-190x300.jpg\" alt=\"Joseph Conrad - Herz der Finsternis\" width=\"190\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/K640_Herz_der_Finsternis-190x300.jpg 190w, http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/K640_Herz_der_Finsternis.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/a><strong>Manesse 1977, \u00a0 158 Seiten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt; Kann die Begegnung mit dem Fremden, dem ganz Fremden, verr\u00fcckt machen? Wenn zu viel fremd ist, zu viel verr\u00fcckt erscheint, kann es soweit kommen. Kapit\u00e4n Marlow k\u00f6nnte daf\u00fcr ein Beispiel sein. Bei seiner Fahrt auf dem schwarzen Fluss ins Herz des afrikanischen Kontinents verr\u00fccken alle Ma\u00dfst\u00e4be. Marlow soll den zum Tyrann gewordenen Handelsagenten Kurtz finden und wegbringen.\u00a0Seine Begegnung mit Kurtz wird zum Albtraum.<br \/>\nVieles mehr in und an diesem Buch ist albtraumhaft. Ich hatte es nicht leicht mit ihm. Nach der Lekt\u00fcre habe ich den Afrikaurlaub 2013 abgesagt. Das ist sicher keine L\u00f6sung, ich rufe auch nicht dazu auf, ganz im Gegenteil. Fahren Sie ruhig nach Afrika, Sie sind sicher noch j\u00fcnger und wagnisbereiter. Joseph Conrad, das sp\u00fcrt man beim Lesen, war kein Optimist. Optimisten sind die, die es angeblich leichter haben im Leben, das Leben, f\u00fcr das dieser Schriftsteller in den letzten S\u00e4tzen seines Buches folgende Metapher findet:\u00a0 \u201eEs ist ein Wald, in dem niemand den Weg kennt. Man ist verloren, w\u00e4hrend man noch ruft: \u201eIch bin gerettet!\u201c<br \/>\nIch werde noch vorsichtiger sein m\u00fcssen mit dem Rufen im Walde. <strong>Note<\/strong>: 2\u2013 (ax) &lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt;Charles Marlow schippert mit seinen Freunden auf der Segelyacht \u201eNellie\u201c\u00a0 vor London. \u201eAuch London war mal Finsternis\u201c raunt Marlow seinen Freunden zu und erz\u00e4hlt in einem eindringlichen R\u00fcckblick seine Erlebnisse auf einem Dampf-schiff, mit dem er einst den Kongo bereist hat. Er ist im Auftrag seiner Gesellschaft auf der Suche nach dem legend\u00e4ren Elfenbeinh\u00e4ndler\u00a0 Kurtz, einem Statthalter des Kolonialismus. Er dringt auf dieser Reise immer weiter\u00a0 \u201eins Herz der Finsternis\u201c , in vorzivilisatorische Regionen vor, in denen Menschen jenseits der Fesseln der Kultur in einem anomischen Zustand der Wildheit leben. Marlow ist abgesto\u00dfen und fasziniert zugleich. Er reist durch eine Urzeit der Menschheit, die kaum eine Spur und keinerlei Erinnerung hinterlassen hat. Er erschauert vor der Tatsache, mit einem Zipfel seines Wesens mit diesem tobenden Aufruhr verwandt zu sein. Je mehr er in die Tiefen des Urwaldes vordringt, desto mehr dringt er in die Abgr\u00fcnde der menschlichen Seele vor.<br \/>\nDer sagenhaft, todkranke Kurtz \u00a0wurde nach Marlows fester \u00dcberzeugung in die Wildnis gezogen, weil\u00a0 sie verschollene, unmenschliche Begierden in ihm weckte, deren Befriedigung\u00a0 ihn dann umso fester an diese Wildnis kettete.\u00a0 Kurtz, von den \u201eWilden\u201c gottgleich verehrt, konnte hier \u00fcber die Grenzen des Erlaubten hinausgehen, einer werden, der \u201ekeinerlei Schranken mehr kannte\u201c. Mit sich selbst alleine, hatte Kurtz \u00a0in der Wildnis in sein Innerstes geschaut. Und dies hat ihn zerst\u00f6rt. Seine letzten Worte : \u201e Grauenvoll, Grauenvoll!\u201c Die Finsternis hatte Kurtz letztendlich \u00a0besiegt.<br \/>\nConrad unternimmt mit Marlow eine Reise ins Freudsche \u201eEs\u201c , hinab zu den Urinstinkten, ins Animalische , zum Ungez\u00e4hmten, Rohen\u00a0 und zeigt, wie hauchd\u00fcnn und verletzlich die zivilisatorische Errungenschaft einer Trennlinie zwischen dem noch akzeptablen und dem\u00a0 unmenschlichen ist.\u201eDer Mensch ist ein b\u00f6sartiges Tier\u201c (J.Conrad). <strong>Note:<\/strong> 2 (\u00fcn)&lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0&gt;&gt;In seinem 1902 ver\u00f6ffentlichten Roman schildert Conrad eine Reise in die Tiefen Afrikas, die auch und vor allem eine Reise in die Abgr\u00fcnde der Seele ist. Das Herz der Finsternis sind die geschw\u00fcrartig sich ausbreitenden Gr\u00e4uel der Kolonialherrschaft, Gr\u00e4uel die immer auch aus der Finsternis einzelner hervorgehen. Eine moralische Finsternis, die zudem eine magische Anziehungskraft aus\u00fcbt und ihre Potentaten mit einer blendenden Aura umgibt.<br \/>\nIn einem langen Monolog erz\u00e4hlt Kapit\u00e4n Marlow von seiner denkw\u00fcrdigen Reise als Kapit\u00e4n eines Binnenschiffs, welches sich \u00fcber den riesigen Strom in die Kolonialgebiete durchk\u00e4mpft. Marlow erlebt die von der europ\u00e4ischen Herrschaft zu Grunde gerichteten Schwarzen in den Todesstreifen entlang des Kongo Flusses. Marlow entgeht auch nicht die Niedertr\u00e4chtigkeit, die die Wei\u00dfen untereinander in Intrigen, Machtk\u00e4mpfen und Geltungsdrang offenbaren.<br \/>\nSeine Aufgabe ist es, Au\u00dfenstationen zu versorgen, den Abtransport des Elfenbeins zu bestellen und den Informationsfluss zu erhalten, um die Macht der Zentrale zu gew\u00e4hrleisten. Ein ausnehmend erfolgreicher Au\u00dfenposten wird von dem ehrgeizigen, vision\u00e4ren Beamten Kurtz geleitet. Kurtz ist unter den Kollegen gef\u00fcrchtet, weil er ihre Karrieren gef\u00e4hrdet. Kurtz ist zun\u00e4chst mit humanistischen Konzepten bei der Zivilisierung der Eingeborenen hervorgetreten. Sp\u00e4ter wird er trotz fehlender personeller Unterst\u00fctzung zum mit Abstand erfolgreichsten Lieferanten von Elfenbein. Das Rezept seines Erfolgs ist ein Wandel hin zum selbst inszenierten Halbgott unter benachbarten Urwaldst\u00e4mmen, die ihn in bedingloser Hingebung huldigen. Die Zaunpf\u00e4hle seiner Umfriedung sind mit Totenk\u00f6pfen geziert. Die M\u00f6glichkeit unbeschr\u00e4nkter Machtaus\u00fcbung hat ihn zum Tyrannen mutieren lassen, zum Tier animalisiert, das keine Grenzen kennt in der Erniedrigung anderer und \u00dcberh\u00f6hung des eigenen Ichs.<br \/>\nMarlows beschwerliche Reise verl\u00e4uft langsam, ebenso langsam aber nachhaltig verdichten sich die Ger\u00fcchte um die Person Kurtz, die in unerkl\u00e4rlicher Weise eine Faszination auf ihn aus\u00fcbt. Wie ein infekti\u00f6ser Virus, der die inneren Abwehrlinien durchbricht und Grundlegendes im Menschen ins Gegenteil verkehrt. Gekl\u00e4rt werden die kausalen Zusammenh\u00e4nge nicht. Marlow berichtet weitgehend trocken, bisweilen anklagend von den Einzelheiten der kolonialen Unterdr\u00fcckung, sinnleeren Ritualen und der Vordergr\u00fcndigkeit zweifelhafter Wertma\u00dfst\u00e4be.<br \/>\nDie Fahrt f\u00fchrt ihn zun\u00e4chst von Europa an die zentralafrikanische K\u00fcste, gefolgt von einem hunderte Kilometer langen zerm\u00fcrbenden Fu\u00dfmarsch bis an den gro\u00dfen Strom, den sich sein altersschwacher Kutter fortan hinaufqu\u00e4len wird. Vegetierende Kontrollstationen, inkompetente Beamte, v\u00f6llig lautlose Wildnis mit dem Schweigen des Lebens nach dem Tode, zwangszivilisierte Schwarze als Heizer, die mit Kupferdr\u00e4htchen entlohnt werden, also einer W\u00e4hrung, die im Dickicht keinen Tauschwert hat. Ein absurder, fast kindischer Angriff mit zerm\u00fcrbendem Wehgeheul im absoluten Nebel, Leckagen, Brennstoffmangel, z\u00fcrnende schwarze Hungermannschaft, die als geb\u00fcrtige Kannibalen den Leichnam ihres Kollegen fordert. Auch hier herrscht Finsternis, doch wirkt dies wie eine evolution\u00e4re Dunkelheit, die wie die Natur weder Schuld noch Unschuld kennt, sondern einfach nur ist.<br \/>\nAm Ende erreichen Sie die Au\u00dfenstation, wo der todkranke Kurtz zusammen mit Massen seines Wildtiergoldes an Bord genommen wird, verzweifelt beweint von den Wilden, die die Inkarnation des G\u00f6ttlichen verlieren und durch den hilflosen Angriff versuchten, dies zu verhindern. Doch die Schiffsmaschine spuckt nicht nur Dampf und ihre Seelen zerrei\u00dfende Sirenent\u00f6ne, sondern treibt auch den Verlauf des Schicksals voran. Wenig sp\u00e4ter erliegt Kurtz einer unbekannten Erkrankung mit den vernichtenden Worten \u00fcber sein Leben: \u201eGrauenvoll, grauenvoll\u201c &#8211; angewidert von seinem Herz der Finsternis.<br \/>\nMarlow kehrt nach London mit Briefen zur\u00fcck, die er der Braut von Kurtz \u00fcbergibt. Bei der Frage nach Kurtz letzten Worten bel\u00fcgt Marlow sie &#8211; es sei angeblich ihr Name gewesen, was sie zutiefst ber\u00fchrt. Im Laufe der Zeit ist Marlows Erinnerung an Kurtz zunehmend verblasst. Am Ende bleiben noch nicht einmal seine reuevollen Worte. Alles, auch die Grausamkeiten sind verg\u00e4nglich. Die Zeit frisst still jede Gegenwart.<br \/>\nEin kritischer Roman aus der vorherigen Jahrhundertwende. Begrenzt im Umfang aber mit L\u00e4ngen; auch mit Spannung aber nicht immer mit nachvollziehbaren Verkn\u00fcpfungen. <strong>Note<\/strong>: 2\/3 (ur)&lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt;Was Charlie Marlow, \u201eder noch immer zur See f\u00e4hrt\u201c n\u00e4chtens seinen vier Zuh\u00f6rern auf dem Deck eines in der Themsem\u00fcndung liegenden Dampfers \u00a0erz\u00e4hlt, ist weit mehr als der Bericht seiner Expedition, die er in Diensten einer franz\u00f6sischen Handelsgesellschaft nach Zentralafrika (der Name Kongo f\u00e4llt nicht) vor Jahren unternahm. Seiner jugendlichen Faszination folgend, jenen \u201egewaltigen Flu\u00df, den man auf der Landkarte sehen konnte und der einer riesigen, sich aufringelnden Schlange glich deren Kopf im Meer\u2026und deren Schwanz sich in den Tiefen des Kontinents verlor\u201c, als Dampferkapit\u00e4n zu befahren, bricht er dorthin auf, wo man nach Ansicht seiner die Anstellung vermittelnden Tante die \u201eunwissenden Millionen von ihren entsetzlichen Br\u00e4uchen abbringen m\u00fcsse\u201c. Marlow, der schon einleitend die Taten r\u00f6mischer Legion\u00e4re auf der britischen Insel als das beschreibt, was sie aus einer Sicht waren &#8211; \u201eEs war schlicht Raub unter Gewaltanwendung, Mord unter erschwerten Umst\u00e4nden in gro\u00dfem Stil\u201c &#8211; begibt sich auf eine Reise, die ihn in verschiedenster Form in das Innere einer Finsternis f\u00fchren sollte. Kurz w\u00e4hrt der erste eher bewundernde Eindruck der \u201eschwarzen Burschen\u201c mit dem \u201eWei\u00df ihrer Aug\u00e4pfel\u201c:\u00a0 \u201eeine wilde Vitalit\u00e4t, eine ungeheure Energie lag in ihren Bewegungen\u2026..Sie bedurften keiner Rechtfertigung ihres Daseins. Sie anzusehen war eine rechte Labsal\u201c. Doch schon bald sollten sich Marlows\u00a0 \u201eSchreckensahnungen\u201c bewahrheiten. Franz\u00f6sische Kriegsschiffe, die blindlings auf vermutete Eingeborenen-Lager feuern (\u201eeine Spur von Irrsinn\u201c), die Niederlassung seiner Handelsgesellschaft\u00a0 ein bizarres Szenarium von Negersklaven in Ketten beim Eisenbahnbau und \u201etodgeweihten Gestalten\u201c, die Marlowe begreifen lassen , dass er in diesem Lande \u201eBekanntschaft mit einem schlappen, eingebildeten, kurzsichtigen Teufel raubgierigen und erbarmungslosen Wahnsinns machen w\u00fcrde.\u201c (26). W\u00e4hrend namenlose Figuren wie der Hauptbuchhalter der 1. Niederlassung (nur seine B\u00fccher waren \u201ein Ordnung\u201c), der Direktor der Zentralstation und sein Agent in der Mischung von pflichtbewusst, d\u00fcmmlich, arrogant, hinterlistig eher ein wei\u00dfes Schattendasein f\u00fchren, nimmt die vielschichtige zentrale Figur des \u201eerstklassigen Agenten Kurtz\u201c (erstmals auf S. 30 erw\u00e4hnt) allm\u00e4hlich Gestalt an. Dabei erscheint Kurtz in den Schilderungen Marlows\u00a0 zun\u00e4chst als ein f\u00fcr das die Handelsgesellschaft \u00e4u\u00dferst erfolgreicher Elfenbeinh\u00e4ndler mit Aussicht auf eine gro\u00dfe Karriere, der fettwanstige Direktor der Zentralstation verh\u00f6hnt ihn gar als\u00a0 Gutmenschen: \u201eJede Station sollte wie ein Leuchtfeuer auf der Stra\u00dfe zum Besseren sein, ein Zentrum des Handels, freilich, doch auch ein Zentrum der Gesittung, der H\u00f6herbildung, der Unterweisung .\u201c Als dann nach einer abenteuerlichen Flu\u00dfdampferfahrt\u00a0 zu Kurtz\u00a0 Station derselbe\u00a0 erstmals erscheint , blickt Marlow\u00a0 im doppelten Sinne in die M\u00e4chte der Finsternis. Kurtz, den die Internationale Gesellschaft zur Unterdr\u00fcckung primitiver Br\u00e4uche \u201eeigens mit der Ausarbeitung eines Berichts betraut hatte, der ihr zur Orientierung f\u00fcr die Zukunft dienen sollte\u201c, ist von einer t\u00f6dlichen Krankheit gezeichnet. K\u00f6rperlicher Verfall und Wahnsinn scheinen das Ergebnis seiner Mission zu sein. Zeigen Pfahlreihen aufgespie\u00dfter vertrockneter K\u00f6pfe von Schwarzen um seine \u201eElendsh\u00fctte\u201c barbarische Grausamkeit , so verraten Voodoo-Zauber und Verehrungsgesten einer nicht n\u00e4her charakterisierten wilden und pr\u00e4chtigen Frauenperson (\u201eSie war primitiv und herrlich. Funkel\u00e4ugig und grandios\u201c), die mit Schattengestalten ihres Stammes Kurtz Abschied betrauert, ja sogar zu verhindern sucht, Z\u00fcge g\u00f6ttlicher Verehrung. Kurtz 17seitiger Bericht, den Marlowe nach dem Tod von Kurtz \u00f6ffnet, offenbart den Zwiespalt seiner Person. Ist er zun\u00e4chst davon \u00fcberzeugt die Wei\u00dfen m\u00fc\u00dften \u201eden Wilden\u201c wie \u201e\u00fcbernat\u00fcrliche Wesen vorkommen\u201c, die \u201eeine schier unbegrenzte Macht zum Guten aus\u00fcben (k\u00f6nnten)\u201c, so endet sein von\u00a0 ihm selbst als \u201eFlugschrift\u201c bezeichneter Bericht mit dem Appell \u201eRottet all diese Bestien aus\u201c. In den Abgrund auch seiner eigenen Seele muss Kurtz nach Jahren in der Wildnis geschaut haben. Zivilisatorisches und Barbarisches vermischen sich und vom Bild des erfolgreichen Agenten bleibt, nun, da er auf dem zur\u00fcckkehrenden Flu\u00dfdampfer stirbt, der \u201eAusdruck d\u00fcsteren Stolzes, unbarmherziger Gewalt, feigen Entsetzens\u201c und die letzten nur noch dahin gehauchten Worte: \u201eDas Grauen, das Grauen\u201c: Ein warnendes Verm\u00e4chtnis f\u00fcr alle wei\u00dfen Beutegeier.<br \/>\nWarum Conrad den Blick in die Finsternis zum Schluss nochmals ins Herz der \u201eZuk\u00fcnftigen\u201c von Kurtz lenkt, der Marlowe das falsche letzte Wort des in der Wildnis Begrabenen \u00fcberbringt, bleibt f\u00fcr mich r\u00e4tselhaft. <strong>Note<\/strong> :2\/3 (ai)&lt;&lt;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manesse 1977, \u00a0 158 Seiten. &gt;&gt; Kann die Begegnung mit dem Fremden, dem ganz Fremden, verr\u00fcckt machen? Wenn zu viel fremd ist, zu viel verr\u00fcckt erscheint, kann es soweit kommen. 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