{"id":302,"date":"2008-12-19T13:14:50","date_gmt":"2008-12-19T11:14:50","guid":{"rendered":"http:\/\/lq.kunstundwohnen.de\/wordpress\/?p=302"},"modified":"2023-11-22T19:00:38","modified_gmt":"2023-11-22T17:00:38","slug":"franz-kafka-die-verwandlung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/?p=302","title":{"rendered":"Die Verwandlung- Franz Kafka"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/lq.kunstundwohnen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Verwandlung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-304\" src=\"http:\/\/lq.kunstundwohnen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Verwandlung-186x300.jpg\" alt=\"Die Verwandlung\" width=\"186\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Verwandlung-186x300.jpg 186w, http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Verwandlung.jpg 321w\" sizes=\"(max-width: 186px) 100vw, 186px\" \/><\/a><em><strong> Kurt Wolff Verlag\u00a0 Leipzig 1916, 91 Seiten.<br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt; Durch einen der ungeheuerlichsten ersten S\u00e4tze der Weltliteratur konfrontiert uns Kafka mit der Verwandlung des Handlungsreisenden Gregor Samsa zu einem Ungeziefer. Was auf 90 Seiten folgt, ist tausendfach schon nach allen Regeln der Kunst interpretiert worden. Extreme, ja groteske Verweigerung der entfremdeten Arbeit, das revoltierende Unterbewusste, die Verk\u00f6rperung des Nutzlosen durch die K\u00e4fergestalt, Kritik an der v\u00e4terlichen Autorit\u00e4t, Entlarvung latent bedr\u00fcckender, von Lieblosigkeit und Ausbeutung gepr\u00e4gter Familienverh\u00e4ltnisse. In der Krise werden die Bindungen der Familie zu dem als Ungeziefer zwar absto\u00dfenden, aber letztlich doch harmlosen Mitglied nach und nach gekappt, bis &#8222;das Untier&#8220; gl\u00fccklicherweise in einem Akt der Selbstaufopferung seinen letzten Atemzug macht und dann rasch entsorgt wird. Das Zimmer, in dem die Familie Gregor h\u00e4lt, wird zum Sinnbild seines inneren Zustands, seiner Seele. Notd\u00fcrftig und angewidert mit Nahrung versorgt, Kommunikation nur \u00fcber einen kleinen T\u00fcrspalt und nur in einer Richtung. Gregor wird nicht mehr verstanden. Selbst die Schwester, die aus nicht ganz uneigenn\u00fctzigen Gr\u00fcnden als einzige zu ihm in sein Zimmer geht, vernachl\u00e4ssigt die Reinigung des Zimmers immer mehr und l\u00e4sst schlie\u00dflich entschlossen die ganzen M\u00f6bel aus dem Zimmer r\u00e4umen, was einem Ausr\u00e4umen seiner Identit\u00e4t, seiner Entmenschlichung gleichkommt. Die Schwester, die sich mit der Hoheitsgewalt \u00fcber Gregors Zimmer von den Eltern emanzipiert, gibt schlie\u00dflich auch das Signal zur Endl\u00f6sung der Ungezieferfrage. &#8222;Wir m\u00fcssen versuchen, es loszuwerden&#8220;. Das &#8222;Zeug&#8220; wird entfernt. Die Assoziation zum Genozid der Nationalsozialisten, die\u00a0 20 Jahre sp\u00e4ter auch Menschen wie Ungeziefer beseitigt haben\u00a0 ist vielleicht etwas gewagt, aber keineswegs abwegig. Kafkas n\u00fcchterne, qu\u00e4lend sachliche Sprache kontrastiert mit dem grotesken, albtraumhaften Inhalt, der den Leser soghaft in die Abgr\u00fcnde der menschlichen Psyche und auch der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse blicken l\u00e4sst. &#8220; Wie aber, wenn jetzt alle Ruhe, aller Wohlstand, alle Zufriedenheit ein Ende mit Schrecken nehmen sollte?&#8220; sinniert Gregor Samsa einmal. Wie passend zu den Ersch\u00fctterungen der so genannten Finanzkrise! <strong>Note: <\/strong>1\u2013 (\u00fcn)&lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt; Schon mit dem ersten Satz in den Sog der so sachlich beschriebenen K\u00e4ferperspektive Gregor Samsas eingefangen. Dieser Keulenschlag der Animalisierung offenbart wohl den\u00a0 radikalsten Protest des Unbewussten gegen entfremdete Arbeits- und Familienverh\u00e4ltnisse. Der Handelsreisende Gregor, der \u201ePlage des Reisens\u201c m\u00fcde, der Sohn , nach dem Konkurs des Vaters der Alleinversorger der Familie, setzt mit dem Augenblick seiner Entstellung einen Prozess in Gang, der auch seine Umgebung zu Kenntlichkeit entstellt. In der falschen Annahme, Gregor habe auch jede menschliche Wahrnehmungs- und Empfindungsf\u00e4higkeit verloren- da sie ihn nicht verst\u00fcnden, verst\u00fcnde auch er sie nicht \u2013 bleibt Gregor mit dem Bild der pelzbesetzten Dame in der Welt des Kriechens isoliert. Einzig die anf\u00e4ngliche Versorgung und Zuwendung durch die Schwester bildet noch eine Br\u00fccke zwischen Familien- und Ungezieferwelt. W\u00e4hrend die Mutter dem Schicksal des Sohnes nur mit sprachloser Weinerlichkeit zu begegnen vermag, kennt der Vater nur das Mittel der Aggression . Mit fortschreitender Dauer l\u00f6st jedoch Gregors Verwandlung auch bei Vater und Tochter eine auf den ersten Blick gewiss weniger spektakul\u00e4re Verwandlung aus. Jetzt, da Gregor als Familienversorger ausf\u00e4llt, erwacht der Vater pl\u00f6tzlich aus vermeintlicher Hinf\u00e4lligkeit und Lethargie und der Leser gewinnt den Eindruck, dass sich die gesamte Familie am Versorgungsinstitut des Sohns schadlos gehalten hat. Dass die wundersame Wiederherstellung der famili\u00e4ren und beruflichen Autorit\u00e4t des Vaters sich \u00e4u\u00dferlich in einer auch im Schlafe nicht abgelegten \u201eDieneruniform\u201c manifestiert, zeigt die Br\u00fcchigkeit dieser Vaterautorit\u00e4t. Die wohl deutlichste Ver\u00e4nderung vollzieht sich in Gregors Schwester. Nachdem ein kleines Violinintermezzo im Kreise der Familie mit drei reichlich skurrile Zimmerherren, das Gregor aus seinem Versteck ganz in die N\u00e4he der Schwester lockt, im Desaster endet, steht der Entschluss der Schwester fest. Erst ihr: \u201ewir m\u00fcssen versuchen, es loszuwerden\u201c f\u00fchrt zur Selbstaufgabe Gregors.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was folgt, ist eine letzte, wahrlich m\u00e4rchenhafte, Verwandlung der Restfamilie. Gregor Samsas Tod l\u00f6st einen Akt grotesk pulsierender Befreiung aus: statt Arbeiten \u2013 Ausruhen und Spazierengehen, Entlassung der Bedienerin nach der Entsorgung des Zeug(s)\u201c, es folgt die emotionale Befreiung: Herr Samsa wird durch \u201eseine Frauen&#8230;liebkost.\u201c Zugleich \u00f6ffnen sich die\u00a0 R\u00e4ume, es geht hinaus \u201emit der Elektrischen ins Freie\u201c, man bespricht \u201eAussichten f\u00fcr die Zukunft\u201c und nur der Leser, der sich angesichts der Schlusss\u00e4tze des Keulenschlags des 1. Satzes erinnert, sieht in den erotisch aufgeladenen \u201eneuen Tr\u00e4umen und guten Absichten\u201c der Eltern Samsa im Hinblick auf die Tochter hinter dem vordergr\u00fcndigen Gebr\u00fcder-Grimm-Schluss den neuen Abgrund.<br \/>\nMan sollte diese Erz\u00e4hlung auf dem R\u00fccken liegend lesen und nur aufpassen, dass sich kein Besen zeigt: <strong>Note: <\/strong>1\u2013 (ai)&lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt;Als 29-j\u00e4hriger schreibt Kafka Die Verwandlung in einer Lebensphase, die bereits von Gem\u00fctsschatten verdunkelt ist. Vom Berufsbeamtentum trotz beflissentlichem Flei\u00dfes in der Versicherungsanstalt angewidert, vom Vater als \u00dcber-Ich nie befreit und schlie\u00dflich von der aufgedr\u00e4ngten Teilhaberschaft an der ruin\u00f6sen Asbestfabrik seines Schwagers an den Rand des Suizids getrieben, verfasst Kafka die Parabel. Die Verwandlung erscheint als hoffnungslose Fluchtbeschreibung aus der unertr\u00e4glichen Bedr\u00fcckung des menschlichen Pflichtalltags. Es ist die schicksalhafte, unbeeinflusste Wandlung zum Tier, dass naturgem\u00e4\u00df nicht am betrieblichen Dasein der Menschheit teilnimmt und damit befreit ist von erdr\u00fcckenden Anspr\u00fcchen anderer. Es ist aber eben auch die Wandlung zum \u00fcberdimensionierten (denkenden) Insekt, das in seiner hybriden animalisch-menschlichen Zwischenform keine Existenzgrundlage hat. Entsprechend tr\u00e4gt die Metamorphose von Anbeginn nekrotische Z\u00fcge, die unvermeidbar in der Selbstaufl\u00f6sung endet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Teil I &#8211; Die Verwandlung und ihre Offenbarung. Gregor Samsa findet sich eines Morgens beim Aufwachen in einen riesigen K\u00e4fer verwandelt. Verwirrt aber nicht verzweifelt \u00fcber die Metamorphose zum Ungeziefer nimmt er zwar seine zappelnden sechs Beinchen wahr, sorgt sich aber vor allem, wie er seinen beruflichen Anforderungen als Vertreter ordnungsgem\u00e4\u00df und p\u00fcnktlich nachkommen kann, hat er doch verschlafen. W\u00e4hrend die Eltern hinter der verschlossenen T\u00fcr zur Eile mahnen, k\u00e4mpft Gregor mit der Unf\u00f6rmigkeit seines gewaltigen Chitinpanzers, der das Aufstehen aus der R\u00fcckenlage fast unm\u00f6glich macht. Erst als der Prokurist der Firma erscheint, um sich \u00fcber Gregors Versp\u00e4tung zu beschweren, gelingt Gregor das Aufstehen und schlie\u00dflich das \u00d6ffnen der Zimmert\u00fcr. Helles Entsetzen und die Flucht des Prokuristen sind die prompte Reaktion. Gregor empfindet Schuld und versucht seine Loyalit\u00e4t der Firma gegen\u00fcber auszudr\u00fccken, doch werden seine Laute nur als animalisches Piepsen wahrgenommen. Die im Insekt noch erhaltenen menschlichen Gedankeng\u00e4nge kann Gregor Samsa nicht mehr verst\u00e4ndlich artikulieren. In befremdlicher Weise empfindet er die Furcht seiner Familie als beruhigende Anteilnahme, f\u00fchlt er sich dadurch doch \u201ewieder einbezogen in den menschlichen Kreis\u201c. So macht Gregor dem Vater auch keinen Vorwurf, als dieser ihn in sein Zimmer so zur\u00fccktreibt, dass er sich schwer verletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Teil II \u2013 Der verwandelte Familienumgang. Die Familienmitglieder stellen sich mit unterschiedlichen Grundhaltungen auf das entmenschlichte Familienmitglied ein. Der Vater verh\u00e4rtet in seiner abweisenden Haltung und scheut auch vor physischer Gewalt nicht zur\u00fcck. So treffen den K\u00e4fer \u00c4pfel als Wurfgeschosse, die im Panzer stecken bleiben und zu chronisch-schmerzhaften Entz\u00fcndungen f\u00fchren. Die Mutter l\u00e4sst zwar eine Anteil nehmende Verbundenheit mit ihrem verwandelten Sohn erkennen, andererseits ist jedoch ihr Ungeziefer-Ekel so \u00fcberw\u00e4ltigend, dass der Zwiespalt zwischen beiden Kr\u00e4ften wiederholt zur Ohnmacht und damit zur Unt\u00e4tigkeit f\u00fchrt. Schwester Grete bewahrt zun\u00e4chst mit einer gewissen Unerschrockenheit eine emotionale N\u00e4he. Sie ergr\u00fcndet die ver\u00e4nderten Essgewohnheiten des K\u00e4fers, um ihn die n\u00e4chsten Wochen als Einzige zu versorgen. Gregor bleibt bem\u00fcht r\u00fccksichtsvoll und zieht sich unter das Kanapee zur\u00fcck, sobald die Schwester eintritt, um ihr den belastenden Anblick zu ersparen. Bezeichnenderweise ist Gregor zu keiner Zeit \u00fcber die eigene K\u00e4fertransformation verzweifelt. Anf\u00e4nglich klingt Gregors Vorstellung an, dass er wieder arbeiten wird, nicht aber, dass er das K\u00e4ferdasein in jedem Fall \u00fcberwinden will. Gregor hinterfragt die Metamorphose nicht, ihr Ursprung wie auch ihre \u00dcberwindung werden nicht thematisiert. Konsequenterweise wird von Gregor seine Verwandlung auch nicht als Strafe empfunden, denn dazu br\u00e4uchte es eine Verfehlung als Ausgangspunkt. Obwohl Gregor zu keinem Zeitpunkt aufbegehrt, wird sein Sein von den anderen letztlich als feindlich empfunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Teil III \u2013Ableben und Familienwandel. Im Laufe der Wochen schreitet die Entfremdung zwischen der Familie und dem K\u00e4fer Gregor voran. Auch in Gregor setzt sich die innerliche Metamorphose fort. Gregor verk\u00e4fert langsam, verliert seine Anteilnahme und R\u00fccksichtnahmen auf die Besonderheiten der Familie. In dem Zimmer, welches Gregor nach wie vor bewohnt, greift die Verwahrlosung um sich. Als paradoxe Geste der desinteressierten Anteilnahme l\u00e4sst die Familie allabendlich die Zimmert\u00fcr einen Spalt ge\u00f6ffnet, so dass Gregor aus dem Dunkel am Familienleben teilhaben kann. Als seine Schwester vor Vermietern ein kleines Violinenkonzert gibt, wird in Gregor die Verbundenheit zu seiner Schwester wieder wach \u2013 war er es doch, der seiner Schwester das Konservatorium erm\u00f6glichen wollte. Angezogen durch die Musik dr\u00e4ngt der K\u00e4fer zum Grauen der Anwesenden in das Zimmer. Die Folgen sind gravierend. Die Mieter k\u00fcndigen, das letzte Band der Schwester zu ihrem K\u00e4ferbruder zerrei\u00dft, und die Familie beschlie\u00dft alle R\u00fccksichtnahme aufzugeben. F\u00fcr Gregor ist es das Todesurteil, das schon wenig sp\u00e4ter Gregor das Leben aushauchen l\u00e4sst, ohne dass es einer Tat bedurft h\u00e4tte. Das Wissen, nicht mehr gewollt zu sein, nimmt ihm die Lebenskraft fern jeder Traurigkeit. In der Folge erlebt die Familie eine Verwandlung zum Leben hin. Der Vater gibt die unterw\u00fcrfige Ehrerbietung den Vermietern gegen\u00fcber auf; die einander letztlich fremden Vater, Mutter und Tochter r\u00fccken in ihrer Betroffenheit zusammen und vergie\u00dfen gemeinsam Tr\u00e4nen; wie noch nie bleiben alle drei der Arbeit fern, um sich auf einem Spaziergang der Sonne zuzuwenden und vielleicht einen Mann f\u00fcr die Tochter zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ein nahe liegender und zugleich befremdlicher Schluss, der Gregor Samsa zum wiederholten Male zum Opfergeber werden l\u00e4sst. Am Ende scheint er freiwillig aus seinem und damit aus dem Leben der Familie zu treten. Schon zu Lebzeiten hatte er sich aufgeopfert um f\u00fcr die gesamte Familie den Unterhalt in einer aufzehrenden Anstellung zu verdienen, w\u00e4hrend vor allem der Vater vorgab, arbeitsunf\u00e4hig zu sein. Erst als Gregors K\u00e4ferdasein das weitere Auskommen der Familie gef\u00e4hrdet, zeigt sich, dass in der Tat alle drei einer geregelten Arbeit nachgehen k\u00f6nnen. Dennoch bleibt Gregor ohne jeden Zorn &#8211; ja, es beruhigt ihn geradezu, dass die Familie einen Ausweg gefunden hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was also ist Gregor? Vielleicht jener Gem\u00fctszustand, wenn man auf dem R\u00fccken liegend wie ein K\u00e4fer dem unwirtlichen Leben hilflos ausgeliefert scheint. Gerade das mag den Abscheu der Zuschauenden erregen, so dass die letzte Hoffnung schwindet und der Mensch nichts sehnlicher w\u00fcnscht als im Nichts zu vergehen. <strong> Note: <\/strong>2 \u2013 (ur)&lt;&lt;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&gt;&gt;Lieber Gregor,<\/p>\n<p>Dich hat es hart erwischt.<br \/>\nAuf dem R\u00fccken liegst Du, zappelnd.<br \/>\nSchwer erwischt. Das kann nicht nur vom Tr\u00e4umen kommen.<br \/>\nWas kann und vor allem was soll ich Dir sagen?<br \/>\nDu sp\u00fcrst ja selbst, lange wird es nicht mehr gehen.<br \/>\nVielleicht h\u00e4ttest Du fr\u00fcher mal auf den Tisch schlagen sollen, eins, zwei, drei.<br \/>\nJetzt ist es zu sp\u00e4t.<br \/>\nDein Alter ist und war ein Kotzbrocken, aber von Deiner Schwester h\u00e4tte ich mehr erwartet.<br \/>\nMit meiner Schwester habe ich echt mehr Gl\u00fcck. Die hat mich immer umgedreht und \u00fcberhaupt.<br \/>\nZu Deiner Mutter sage ich gar nix. Da habe ich eher Mitleid.<br \/>\nDu sp\u00fcrst ja selbst, lange wird es nicht mehr gehen und wahrscheinlich ist es auch besser so.<br \/>\nMalgr\u00e9 tout, so gut kenne ich Dich inzwischen, Du wirst es in W\u00fcrde hinter Dich bringen.<\/p>\n<p>Dazu \u00a0meine guten W\u00fcnsche<br \/>\nDeine<\/p>\n<p>Max und Milian<br \/>\n<strong>Note: <\/strong>2 (ax)&lt;&lt;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurt Wolff Verlag\u00a0 Leipzig 1916, 91 Seiten. &gt;&gt; Durch einen der ungeheuerlichsten ersten S\u00e4tze der Weltliteratur konfrontiert uns Kafka mit der Verwandlung des Handlungsreisenden Gregor Samsa zu einem Ungeziefer. 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