{"id":1720,"date":"2002-11-08T13:37:35","date_gmt":"2002-11-08T11:37:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/?p=1720"},"modified":"2023-02-08T13:38:00","modified_gmt":"2023-02-08T11:38:00","slug":"der-alchimist-paulo-coelho","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/?p=1720","title":{"rendered":"Der Alchimist &#8211; Paulo Coelho"},"content":{"rendered":"<p>Diogenes 1988 \u2013 173 Seiten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Hirte Santiago lebt in stimmiger Eintracht mit seinen Schafen auf den Weiden Andalusiens. Er hat die Klosterschule abgebrochen, weil er reisen will um die Welt zu erfahren. In D\u00f6rfern entlang des Weges tauscht er B\u00fccher, aus denen er den Schafen vorliest bis sein ihn ausf\u00fcllendes Gleichgeweicht von einem Traum gest\u00f6rt wird. Er tr\u00e4umt, dass er bei den \u00e4gyptischen Pyramiden einen Schatz finden wird. Verunsichert und z\u00f6gernd sucht er Aufkl\u00e4rung und Rat bei einer Wahrsagerin und einem Weisen, die ihm jedoch nicht mehr sagen k\u00f6nnen als sein Traum schon ausdr\u00fcckt. Dennoch best\u00e4rken sie ihn, dem Traum zu folgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er verkauft die Schafherde, setzt nach Tanger \u00fcber, wo er schon wenig sp\u00e4ter beraubt wird. In seiner Not hilft er einem Kristallwarenh\u00e4ndler, dessen Gesch\u00e4ft er schlie\u00dflich durch Einsatz und Kreativit\u00e4t zum Bl\u00fchen bringt. Nach einem Jahr und zwischenzeitlichem Z\u00f6gern, ob er nicht heimkehren solle, schlie\u00dft er sich einer Karawane an. In einer Oase glaubt er bei der Begegnung mit einer Fatima seinen Schatz gefunden zu haben. Sie ist wundersch\u00f6n und k\u00f6nnte ihm alles bedeuten. Doch belehrt ihn ein Alchimist, seinen Weg und seine Bestimmung weiter zu verfolgen. Als die Oase \u00fcberfallen wird, hilft seine weiter gereifte Intuition die Gefahr vorherzusehen und abzuwehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der folgenden Wanderung werden Santiago und der Alchimist erneut bedroht und ausgeraubt. Achtung gezollt und damit das Leben geschenkt wird ihnen letztlich, weil es Santiago \u2013 wie vom Alchimisten angek\u00fcndigt \u2013 gelingt, einen verheerenden Sturm zu entfachen. Mit Gold beschenkt wird Santiago erneut \u00fcberfallen und h\u00f6rt am Fu\u00dfe der Pyramiden von seinen R\u00e4ubern einen neuen Traum. In Andalusien sei in einer von Sch\u00e4fern benutzten Ruine ein Schatz verborgen. Santiago kehrt darauf in seine Heimat zur\u00fcck, findet hellseherisch den Schatz und begibt sich auf den Weg zu Fatima. Er kehrt an einen Punkt seines m\u00fchevollen Lebensweges zur\u00fcck, wo er zuvor schon einmal war, aber damals meinte, nicht bleiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ein missionarisches M\u00e4rchen mit dem Tenor, aktiv seinen Lebensweg zu suchen. Die gr\u00f6\u00dfte Lebensl\u00fcge sei das Schicksal. Fatal sei das gel\u00e4hmte Sich-gehen-lassen und Rasten in gewohnten Lebensnischen. Der Weg sei beschwerlich aber voller Erkenntnisse, und daher sei der Weg selbst schon Teil des Ziels. Auf dem Weg sind viele Zeichen g\u00f6ttlichen Ursprungs zu deuten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Woher aber die Gewissheit nehmen, dass es \u00fcberhaupt Zeichen sind und in welche Richtung sie deuten? Es wird suggeriert, dass es ein verh\u00e4ngnisvolles Bem\u00fchen sei, nach alchemistischer Allwissenheit zu streben, da die Erkenntnisse in rein theoretischem Wissen verfangen blieben. Der Kopf m\u00fcsse durch den Bauch ersetzt werden. Aber welcher Bauch und welche der verschiedenen Bauchgef\u00fchle sind wegweisend? Und warum ist nicht auch das stete Verweilen wie beim Kristallwarenh\u00e4ndler eine Erf\u00fcllung? Der Kristallwarenh\u00e4ndler erf\u00fcllte seinen Wunsch, nach Mekka zu pilgern, deshalb nicht, weil er dann einer wunderbaren Illusion durch die Realit\u00e4t beraubt w\u00e4re. Tr\u00e4ume k\u00f6nnen auch Erf\u00fcllung sein. Und warum verl\u00e4sst Santiago die von Natur und Schafen gepr\u00e4gte Harmonie? Warum bleibt er nicht gleich bei Fatima, sondern wechselt die Kontinente, verliert Zeiten des Gl\u00fccks, um dann doch am Ende bei Fatima sein endg\u00fcltiges Ziel zu finden? Der Zuwachs an innerer Ruhe, Wissen und Gl\u00fcck scheint den Weg nicht zu rechtfertigen, zumal er schon als J\u00fcngling ein Naturtalent f\u00fcr diese Kr\u00e4fte war. Und warum schwebt \u00fcber allem die Unumst\u00f6\u00dflichkeit der Tradition? Wieso die aus g\u00f6ttlicher Hand entspringenden Gebote, die wie ein Schicksalszwang vieles unumst\u00f6\u00dflich festlegen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Buch mit vielen Widerspr\u00fcchen, Plattit\u00fcden und ohne sprachliche H\u00f6hen.<br \/>\nLeicht zu lesen oder besser nicht zu lesen.\u00a0 <strong>Note:<\/strong> 4 ( ur ) &lt;&lt;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diogenes 1988 \u2013 173 Seiten Der Hirte Santiago lebt in stimmiger Eintracht mit seinen Schafen auf den Weiden Andalusiens. Er hat die Klosterschule abgebrochen, weil er reisen will um die Welt zu erfahren. 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