{"id":1297,"date":"2019-08-06T11:25:01","date_gmt":"2019-08-06T09:25:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/?p=1297"},"modified":"2019-08-21T17:44:20","modified_gmt":"2019-08-21T15:44:20","slug":"kaffee-und-zigaretten-ferdinand-von-schirach","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/?p=1297","title":{"rendered":"Kaffee und Zigaretten- Ferdinand von Schirach"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Luchte<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1304 alignleft\" src=\"http:\/\/www.literarisches-quartett-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/K1024_kaffee_zigaretten-684x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"412\" \/>rhand 2019 | 191\u00a0 Seiten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt;Warum ist dieses B\u00fcchlein so erfolgreich? Diese Frage stand am Anfang und machte neugierig. Schirach ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller dieser Tage. Der SPIEGEL urteilt: \u201eFerdinand von Schirach ist ein gro\u00dfartiger Erz\u00e4hler\u201c. Er ist ein gerngesehener Interviewgast, ein Meister der Anekdote, ein Antimacho, mit nachdenklichem, sanftem und abw\u00e4gendem Auftritt. Inhaltlich allerdings h\u00e4ufig nicht weit weg von Plattit\u00fcden. \u201eEs gibt ein einziges Kriterium in der Literatur: Ber\u00fchrt es mich oder nicht\u201c.\u00a0 <br \/>Angeblich zum ersten Mal erz\u00e4hlt von Schirach in <em>Kaffee und Zigaretten<\/em> von sich selbst. \u201eMan muss wahrhaftig sein, sonst ist das nichts\u201c begr\u00fcndet er den Schritt zum Autobiographischen. Die erste und die letzte von insgesamt 48 Szenen \u2013 Geschichten kann man diese kaum nennen \u2013 fungieren quasi als Klammer und beleuchten jeweils eine sehr schwierige Phase in seinem Leben, beides Mal mit Selbstmordgedanken und in erz\u00e4hlerischer \u201eer\u201c Perspektive. Einmal ganz explizit als 15-j\u00e4hriger nach dem Tod seines Vaters und dann nochmals sehr viel sp\u00e4ter, als er einen Oldtimer in S\u00fcddeutschland kauft und vorhat, eine lange Reise durch das gerade zerfallende Europa zu machen. Die d\u00fcsteren Gedanken, die ihn begleiten werden angedeutet durch Literaturzitate wie \u201eGeh nicht gelassen durch die gute Nacht. Im Sterbebett sei doppelt zornentfacht\u201c oder durch Zeilen wie: \u201eEr ist sich sicher, sein Leben vertan zu haben\u201c oder \u201eEs gibt keine Pflicht zu leben, jeder scheitert auf seine eigene Weise.\u201c. Nur eine Momentaufnahme von beobachtetem Gl\u00fcck rettet ihn. Diese beiden Szenen sind die besten des Buches. Sein schriftstellerisches Talent, in einfacher Prosa mit etwas distanzierter Beobachtungsgabe einf\u00fchlsam und sehr ber\u00fchrend zu schreiben, wird sichtbar.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Rest ist leider sehr entt\u00e4uschend und zum Teil auch etwas \u00e4rgerlich, oder \u201eunangenehm\u201c, um es mit einer Lieblingsvokabel Schirachs zu sagen. In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen sagte er, das erste und das letzte Kapitel m\u00fcsse sein, um die anderen zu verstehen. F\u00fcr mich erschlie\u00dft sich das nicht, au\u00dfer man liest einen etwas depressiven oder morbiden Grundton heraus. Ansonsten sind es kurze Skizzen, Anekdoten, Meldungen, Erinnerungen an Begegnungen, die allzu durchschaubar und h\u00e4ufig nach gleichem Muster gestrickt sind und manchmal allzu frisiert daherkommen. Nach der dritten unverhofften Begegnung mit einem alten Weggef\u00e4hrten nach 30 Jahren wei\u00df man schon was kommt: Nichts Gutes. <strong>Note: 4 <\/strong>(\u00fcn)&lt;&lt;<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt;Ein Strickmuster wird sichtbar. Ausgangspunkt zuweilen eine Zeitungsnotiz oder Nachricht, bevorzugt aber Begegnungen mit Mandanten oder ehemaligen Bekannten. \u201eIch\u201c weist auf authentisch, aber Verdacht auf einen Schuss M\u00fcnchhausen. Thematik von banal bis letzte Fragen der Menschheit Schuld, Tod , warum sind wir wie wir sind. Auch Skurriles. Die Botschaft aller Beobachtungen : \u201eEs ist immer der gleiche Mensch, dieser strahlende, verzweifelte, geschundene Mensch\u201c. Meist eine \u201e\u00dcberh\u00f6hung\u201c, eine Sentenz, von Epiktet \u00fcber Marc Aurel bis zum Haiku und Ringelnatz. Der Autor belesen, der Verlag ein guter Vermarkter. Was bleibt, ist der Reiz eines Lesers zur 49. Notiz von \u201eKaffee und Zigaretten\u201c. Ein Read(y)made, also nach dem Lesen gemacht. Die Auflage ist klein, nur hier: ein-malig.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Neunundvierzig<\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Seit \u00fcber 250 Wochen stehen sie da. Jeden Samstag, immer zwischen 11 und 12 Uhr. 8 Stufen hat die Stiftskirchentreppe. Die Kirche neugotisch unter dem Grafen Eberhard im Bart 1470 erbaut. Das Grab Mechthilds von der Pfalz im Chorraum beeindruckend. Eine ortbekannte Buchhandlung ein Gem\u00fcsestand, ein Optikergesch\u00e4ft, in einem der H\u00e4user ging Hermann Hesse zur Lehre,\u00a0 Publikumsverkehr. Ein schlichtes Transparent, wei\u00dfes Leintuch, handgeschrieben \u201eFree Raif Badawi\u201c. M\u00e4nner und Frauen, stumm,\u00a0 einige mit Plakaten. Ein saudi-arabischer Blogger vor 5 Jahren zu 1000 Peitschenhieben, 1o Jahren Haft und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Sein Vergehen: Er forderte Meinungsfreiheit. Die Frau, erfahre ich, w\u00e4hrend ich auf Klaus einen alten Studienfreund warte, lebe in Canada, zun\u00e4chst Asyl, jetzt mit den Kindern als Staatsb\u00fcrgerin. Ich unterschreibe eine Unterschriftenliste. Was man inzwischen erreicht habe, frage ich. Man spricht davon, man lasse nicht locker, steter Tropfen h\u00f6hle den Stein, stille Diplomatie,\u00a0 Politik hei\u00dfe mache Gesch\u00e4fte vor Menschenrechten, der Mord an Kashoggi, auch dieses Verbrechen trage einen Namen Kronprinz Mohammed bin Salman.<br \/><\/em><em>Der Spaziergang mit Klaus f\u00fchrt hinaus in einen Biergarten in Halbh\u00f6henlage, zwei Pfauenr\u00e4der empfangen uns, unterhalb ein Erdbeerfeld, die Speisekarte deftig, am Nachbartisch\u00a0 Disput \u00fcber den fehlenden Salat. Der Abend wird lang man hat sich Jahre nicht gesehen und zur\u00fcck zum Hotel ist die\u00a0 Stiftskirchentreppe eine kleine Partymeile, mediterranes Flair, an der Ecke ein mittelm\u00e4\u00dfiger Saxophonist. Noch bevor ich im Hotelzimmer wie immer meine Emails lese, ich erwarte dringend n\u00e4here Informationen zu meiner n\u00e4chsten Lesung in M\u00fcnchen, l\u00e4sst mich die Vormittagsbegegnung mit dem Begriff Peitschenhieb nicht mehr los und nach Worterkl\u00e4rung und Etymologie bietet mein Handy folgende Seite. \u201eDie besten Peitschen-Apps f\u00fcr iPhone und Android. Mit einer Peitschen-App macht ihr euer iOS- oder Android-Smartphone zu einer waschechten Peitsche \u2013 nat\u00fcrlich auch mit dem passenden Sound. Inzwischen gibt es einige der witzigen Apps, die einen Peitschenhieb simulieren. Welche soll man da nehmen? Wir haben uns den Appstore und den Google Play Store einmal genauer angeschaut und stellen euch hier die besten Peitschen-Apps vor.\u201c<br \/><\/em><em>Raif Badawi erhielt am 21. Januar 2015 w\u00e4hrend einer \u00f6ffentlichen Auspeitschung die ersten 50 Peitschenhiebe. Danach brach er zusammen. 950 Peitschenhiebe warten noch. Iphone und Android waren dabei. Die Handys des umstehenden Publikums hielten die Szene fest.<\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Schon Schahrasad ben\u00f6tigte tausendundeine Nacht um am Leben zu bleiben und um den K\u00f6nig mit ihren Geschichten zu bes\u00e4nftigen.<\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Note: 4<\/strong> (ai)&lt;&lt;<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt; Achtundvierzig Sentenzen, Episoden, Augenblicke. Menschen am Rande, Momente der Besonderheit, Alben der Widerspr\u00fcche. Sinnsuche, juristische Ausfl\u00fcge, Kuriosit\u00e4ten. Temperierte Lekt\u00fcre f\u00fcr Minuten \u2013 einen Kaffee lang. Wieder eine Schirach-Sammlung, wenn auch anders: rauchiger, manchmal anr\u00fchrend, vermutlich auch Liegengebliebenes. Viele Geschichten folgen einem Muster: die hingestreuten Detailimpressionen, die belesenen Zitatfunken, der geschlossene Mittelteil, und schlie\u00dflich die R\u00fcckkehr zum Anfang mit \u00fcberraschender Nachdenklichkeit. Seien wir ehrlich: auch wenn es durchschaubar ist, eing\u00e4ngig bleibt es trotz alledem. Etliche Abschnitte haben keinen Ich-Erz\u00e4hler. Wenn er dann doch auftritt, darf vermutet werden, dass Schirach Autobiografisches verewigt. In diesen Passagen entbl\u00e4ttern sich nominierte Nobelpreistr\u00e4ger, Massenm\u00f6rder, Multimilliard\u00e4re und Zeitzeugen aller Zeiten um literarisches Material zu liefern. Frau\/man m\u00f6chte dem Autor dann doch dosiertes Kokettieren mit der Macht und seiner Bedeutsamkeit unterstellen. Nichtsdestotrotz bleibt es lesenswert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sind Anekdoten wie der Kinoabend des \u201eich\u201c als Sprachsch\u00fcler in London. Im Publikum auch Mick Jagger, der lauthals die Wiederholung des Nachtfilms verlangt. Oder ein Hausmeister, der Kunstwerke wie Beuys <em>Fettecke<\/em> entsorgt. Oder die Kassiererin der Krankenhauskantine, die dem Pantoffel-tragenden Arzt den Rabatt verweigert, weil sie ihn f\u00fcr einen Psychiatriepatienten h\u00e4lt. Oder der Extremk\u00fcnstler, der in einem Plexiglaskasten drei Wochen lang H\u00fchnereier ausbr\u00fctet.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Daneben gibt es Notizen, die Ungleichheiten ausleuchten. Als der Tochter aus mittelloser Familie endlich der Karrieredurchbruch als Operns\u00e4ngerin gl\u00fcckt, m\u00f6chte der Vater die Premiere auf einen anderen Wochentag verschieben lassen, weil dann weniger Parkprobleme zu bef\u00fcrchten sind. Manchmal f\u00fchrt das Akzeptieren von Absonderlichkeiten sogar zur Normalit\u00e4t: der Ehemann konnte seine Frau nur begehren, wenn sie Per\u00fccken trug. Die ersten f\u00fcnf Ehejahre waren von 72 Per\u00fccken und zwei erfolgreich gezeugten Kindern gepr\u00e4gt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In anderen Kapiteln werden Charakterdenkm\u00e4ler freigelegt wie das arrogante Ausatmen des qualmenden Kanzlers Helmut Schmidt, die grenzenlose Eitelkeit eines Donald Trump, der bei Paraden einen Schritt vor Queen Elisabeth laufen will, die kultivierte Greisin, die mit bedingungsloser Hingabe einem \u00a0imposanten Boxer verfallen war. Verzeihen konnte sie ihm allerdings nie, dass er an einem banalen Wespenstich beim Picknick starb. Oder der Bankmagnat, der seine nackte Gattin Kirschkerne in einen Bottich spucken l\u00e4sst. Mit dem st\u00e4ndig wiederholten Beifall \u201eSehr brav, meine kleine Mrs. Margaret Thatcher\u201c zelebriert er vermutlich seine erfolgreiche Lobbyarbeit in h\u00f6chsten Regierungskreisen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zahlreiche Schriften lassen den Widerhall von weiser, betont banaler oder tragisch verfehlten Verkn\u00fcpfung erkennen. Auf die t\u00f6richte Tat des Internatssch\u00fcler Schirach, ein junges Reh in einer Eisenfalle schwer verletzt zu fangen, reagiert der Internatspater mit Besonnenheit: ein Mann muss mutig vorangehen, aber auch tapfer das Scheitern ertragen. Bei Erinnerungen an Bilder f\u00fchrt Schirach aus, dass wir nur unsere Erinnerungen sind. Das Vergangene sei nicht tot, es sei nicht einmal vergangen wie William Faulkner schrieb. Oder dies: Epiktets griechische Weisheiten k\u00f6nne man nur leben, wenn gerade nichts passiert. Dazu geh\u00f6rt auch, das zu \u00e4ndern, was zu \u00e4ndern ist und das andere schlicht zu akzeptieren. Tiefsinniger sind dann schon die \u00dcberlegungen zur Menschwerdung, deren markantes Merkmal, die Ausbildung einer wenn auch labilen Ethik ist. Teil dieser Ethik ist die Anerkennung der menschlichen W\u00fcrde. Dieser Sieg \u00fcber die Natur wird jedoch immer wieder herausgefordert. Schirachs eigener Gro\u00dfvater selbst war es, der als Reichsgauleiter die Vernichtung Wiener Juden organisierte. Mit dem Verweis auf die japanische Gedichtform Haiku versucht Schirach die unumst\u00f6\u00dfliche Ambivalenz des Menschen zu beschreiben: er ist wie er ist. Es sei sinnlos danach zu fragen, ob der Mensch gut oder b\u00f6se ist. Er ist es einfach. Er tr\u00e4gt das Gute wie das H\u00e4ssliche in sich. Gerade deshalb ist es unverzichtbar, dass er sich eine Ordnung gibt. Ein juristisches System ist die gesellschaftliche Norm dieser Ordnung. Interessant bleibt dann f\u00fcr den Leser die ganz pers\u00f6nliche Frage, warum Schirach lange Jahre die selbst gestellte Aufgabe des Strafverteidigers ganz besonders faszinierte, wenn es doch nicht um das Begreifen der Taten ging.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie in fr\u00fcheren Werken, greift Schirach auch in diesem Buch juristische F\u00e4lle auf, die eine humanit\u00e4re Luft atmen. Alle Menschen haben eine W\u00fcrde, egal ob T\u00e4ter oder Opfer. Entsprechend zitiert er einen Schweizer Richter, der prinzipiell die Todesstrafe ablehnt, auch weil Fehlurteile gef\u00e4llt werden. Einem dieser Fehlurteile konnte ein H\u00e4ftling durch Flucht im letzten Moment entkommen und am Ende sogar s\u00e4mtliche Geschworenen um vier Tage \u00fcberleben. Beklemmend dagegen die Selbstaufgabe der Landespolitikerin, die nach endlosen Anfeindungen zusammenbrach, nur weil sie forderte, auch Kindersch\u00e4nder eine Chance zur Rehabilitation zu geben. Schirach nimmt hier die Position ein, dass vor dem Gesetz alle gleich sind. \u00dcberraschend bleibt allerdings, wenn er in einem Interview die Verteidigung ausgew\u00e4hlter F\u00e4lle von P\u00e4dophilen ablehnt. Vielleicht wirft seine Zeit im Jesuiteninternat im Schwarzw\u00e4lder St. Blasien sp\u00e4te Schatten?<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein sehr pers\u00f6nlicher Bezug darf in mehreren Geschichten vermutet werden, die sich mit der Verbundensein zum Leben bzw. der Bereitschaft zum Tod befassen. Als Jugendlicher stand Schirach selbst dem Suizid nahe. Die Aussage, dass es auch ohne die Begabung gl\u00fccklich zu sein, die Pflicht g\u00e4be, zu leben, vermittelt in beide Richtungen etwas sehr Trauriges. Auch der Autor d\u00fcrfte dies in sich tragen. Der KZ-\u00dcberlebende Imre Kert\u00e9sz hatte mehrere Tode \u00fcberlebt. Nicht \u00fcberlebt hatte seine Liebe zu sich selbst. Halt bietet dann nur noch die Form. Und so deckt er jeden Abend gesittet den Tisch und nimmt in seiner Einsamkeit seit Jahren Platz.\u00a0 <strong>Note: 2\u2013<\/strong> (ur)&lt;&lt;<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&gt;&gt;Eine bunte Geschichtenmelange. Mal geht es um Schuld und Moral, mal wird eher locker abgeplaudert.\u00a0 Aber was hei\u00dft da ab, es sollte eher hoch hei\u00dfen. Hochgeplappert auf Platz 1 Spiegel Besten-Liste.\u00a0 Nicht immer wei\u00df man, wo\u00a0 Authentisches endet und\u00a0 dichterische Ummantelung beginnt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Um es gleich zu sagen, kalten Kaffee serviert uns Ferdinand von Schirach nur in einigen seiner Stories,\u00a0 aber Instant ist eine Menge mit dabei. Ein positiver H\u00f6hepunkt die autobiographische Nummer eins. Dann geht es auf und ab. Beliebigkeit dominiert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Stil fast durchg\u00e4ngig\u00a0 lakonisch melancholisch. Tod und Trauer mit Einschr\u00e4nkungen leitmotivisch. Dazu eine gewisse Bildungsbeflissenheit bis hin zur Selbstbeweihr\u00e4ucherung. Manchmal Pseudotiefgang. Der Verdacht, es k\u00f6nne sich bei dem Buch um eine Restverwertung handeln, scheint nicht ganz abwegig.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Thema Rauchen taucht relativ oft auf. Noch mehr in seinen Fernsehauftritten. Ich habe Herrn von Schirach gefragt, ob er sich schon mal mit Passivrauchen besch\u00e4ftigt habe. Falls er wider Erwarten antworten sollte, Aktuelles dazu an dieser Stelle. <br \/><strong>Note: 4+<\/strong>(ax)&lt;&lt;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Luchterhand 2019 | 191\u00a0 Seiten. &gt;&gt;Warum ist dieses B\u00fcchlein so erfolgreich? Diese Frage stand am Anfang und machte neugierig. Schirach ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller dieser Tage. 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